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Oberhausen: Der Tag ist nicht genug

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Der Tag ist nicht genug

Foto: Mann bei der Nachtarbeit in einem Kontrollraum„Was ich nachts mache ? – Na, schlafen natürlich!" – Ja, Sie vielleicht. Doch für Millionen von Menschen in Deutschland heißt es nachts des öfteren: „an die Arbeit". Was da draußen eigentlich passiert, während wir schlafen, zeigt die Ausstellung „nacht.aktiv. Der Tag ist nicht genug". Auf etwa 400 m2 begleitet das Museum seine Besucher in eine ihnen eher fremde „Nachtwelt".

 
Es gibt ein Wiedersehen mit alten Freunden: Sorgten nicht Teddybär, Schnuffeltuch, Gute-Nacht-Geschichte oder ein Glas Milch dafür, dass wir als Kinder irgendwann ins Reich der Träume glitten? Vielen Erwachsenen hingegen hat die Nacht weder Schlaf noch Freizeitvergnügen zu bieten. Nachtarbeiter erzählen über ihre ganz persönliche Situation von Arbeit, Schlaf und Familienleben. Fotografen präsentieren die Ergebnisse ihrer „Nachtschichten": bei der Nachtwache im Krankenhaus, im Leitstand einer Verzinkungsanlage und an der Tanzstange im Striplokal.

Foto: Taschenuhr in der HandDass der Mensch die „Nacht zum Tag" macht, ist allerdings keine Erfindung der Gegenwart. „Der Tag ist nicht genug" zeigt, welche Aufgaben beispielsweise ein „Nachtmeister" in der frühen Neuzeit hatte, warum zu Beginn des 19. Jahrhunderts viele Zeitgenossen die künstliche Beleuchtung der Straßen ablehnten und wie die Anfänge der industriellen Nachtarbeit aussahen.
 
 
 
Vielfältige Exponate von der Produktionsmaschine über die Jubiläums-Taschenuhr bis hin zum Ölgemälde helfen bei der Reise in die Vergangenheit.

Wann ruht ein Hochofen? Stehen die Laufbänder im Autowerk jemals still? Im Rahmen der „Langen Nacht der Nachtarbeit" bietet das RIM in Zusammenarbeit mit der Oberhausener Initiative „Arbeit und Leben" Exkursionen zu Unternehmen, in denen auch nachts gearbeitet wird. Bei Führungen und Vorträgen erfahren die Besucher Wissenswertes rund um dieses Thema.


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